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Neujahrssingen Edling 2011


Weihnachtliche Chormusik zum Jahreswechsel in Edling am 7.1.2011

Unterstützt durch Bläser und Orgel konnte erneut ein vielseitiges Programm einstudiert werden. Die Zuhörer dankten dies durch langanhaltenden, herzlichen Applaus. Im OVB vom 11. Januar wurde dankenswerterweise folgende Kritik abgedruckt:

    Peter Adlers "Concenti musicali" musizierten in Edling

Da tanzten Sänger und Bläser


Es gibt im weiteren Umkreis wohl kaum ein Ensemble, welches die Musik der Renaissance und des Frühbarock mit solcher Konsequenz betreibt wie die "Concenti musicali" aus Edling unter Peter Adlers Führung. Schon lange ist dieser Chor und die ihn begleitenden Instrumentalisten über das Stadium nur treuer Wiedergabe mühsam erschlossener alter Quellen hinausgewachsen zu freiem Musizieren.
Wie stets versammelten sich Sänger und Bläser zum Jahresanfang in der Kirche St. Cyriacus von Edling und präsentierten geistliche Motetten eines Hans Leo Hassler, Palestrina, Monteverdi, Praetorius, Vulpius und deren Zeitgenossen aus den Jahren um 1600. Was nun diese Aufführung so besonders werden ließ, war die Entdeckung, dass aus einer Abfolge von Stücken, die nach einheitlichem Schema aufgebaut sind, ein Abend mit Struktur wurde; nämlich ein Abend, an dem sich die Musiker und ihr Dirigent von Stück zu Stück steigerten und über sich hinauswuchsen. Schon beim Warmwerden der Sänger merkte man, dass sich die Chorstimmen über die Jahre hinweg zu besonderer Ausdruckskraft entwickelt hatten; dass über eine "musica assoluta" hinaus der Text als Basis für das Tönende Gestalt gewonnen hatte. Am Ende stellte sich dann beim Zuhörer so etwas wie ein erhebendes Glücksgefühl ein.
Lateinisch zu singen, dies verleiht der Musik eine unüberhörbare Disziplinhaftigkeit. Peter Adler baute einige bekannte deutsche Lieder in den Ablauf ein, und siehe da: Es kam Leichtigkeit auf, und der Gesang bekam duftigen Glanz dazu. Und so blühte in der Folge auch der lateinische Text in Hasslers Motetten auf, und wenn vorher die Taktwechsel zwar metrisch exakt, aber doch noch weniger erfühlt klangen, so schwang sich nun der obligatorische Dreiertakt ein in das Auf und Ab des Urtanzes aller Musik.
Das "Laudate Dominum" aus Psalm 150 von Gregor Aichinger am Schluss: In der Wiederholung des "Lobt ihn mit klingenden Zimbeln" hätte es des Dirigenten bald gar nicht mehr bedurft. Fast wie entfesselt "tanzten" sich die Sänger und Bläser in ihre Einsätze hinein, setzten Akzent auf Akzent - kein Wunder, wenn nach solch glückhaftem Musizieren stürmischer Beifall einsetzte und der Bedeutung dieses Abends Rechnung trug.